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Neuropsychologie und Logopädie

In der Neuropsychologie werden die Zusammenhänge zwischen Gehirn, psychischen Prozessen und dem Verhalten studiert. Hirnverletzungen (infolge eines Schädel-Hirn-Traumas, eines Hirntumors oder Schlaganfalls) haben funktionale Defizite zur Folge wie Erinnerungs- oder Konzentrationsschwierigkeiten, Sprachstörungen, Verhaltensauffälligkeiten usw.

Die Aufgabe des Neuropsychologen ist es, eine Diagnose zu erstellen und Reha-Massnahmen vorzuschlagen, wobei er sich auf die neusten Erkenntnisse der Neurowissenschaften stützt und wissenschaftlich fundierte Methoden anwendet.

Einige der in der CRR tätigen Neuropsychologen haben auch die Ausbildung zum Logopäden absolviert. Sie haben sich auf die Evaluierung und Betreuung von Patientinnen und Patienten mit aphasischen Störungen (Sprachstörungen, die nach einer Schädigung der sprachdominanten Hirnhälfte auftreten) spezialisiert und wirken ausserdem bei der pluridisziplinären Arbeitsgruppe mit, die sich mit der Untersuchung und Behandlung von Schluckstörungen beschäftigt.

Im Rahmen der Untersuchung erfassen die Neuropsychologen, welche Funktionen beeinträchtigt und welche noch intakt sind, und erstellen dann eine Diagnose. Unter Umständen geben sie auch Gutachten dazu ab, ob eine Rückkehr in den angestammten Beruf möglich ist, der Betroffene wieder Autofahren kann oder ob die Urteilsfähigkeit beeinträchtigt ist.

Um den Patientinnen und Patienten eine optimale Reha-Betreuung zu empfehlen, die ihnen zu grösstmöglicher Selbstständigkeit verhilft, stützen sich die Neuropsychologen und Logopäden auf die Testergebnisse und koordinieren ihr Vorgehen mit dem pluridisziplinären Team der CRR. Beeinträchtigte Funktionen werden auftrainiert oder, falls dies nicht möglich ist, werden dem Patienten Strategien zur Kompensation aufgezeigt. Selbstverständlich werden auch die Angehörigen miteinbezogen: In verschiedenen Treffen erhalten sie Ratschläge, wie man mit den Betroffenen umgehen soll.

Die neuropsychologische Station und ihre Tätigkeitsbereiche

Zum Team gehören etwas mehr als zehn Neuropsychologen und Logopäden, von denen mehrere auch den Fachtitel „Fachpsychologe/Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP“ erworben haben. Die Station wird von der SVNP (Schweizerische Vereinigung der Neuropsychologinnen und Neuropsychologen) als A-Klinik anerkannt und bietet entsprechend Supervisionen und hochstehende Aus- und Weiterbildungen. Im Team tätig ist auch eine diplomierte Musiktherapeutin.

Da ein Grossteil der neurologischen Patientinnen und Patienten der CRR an einem Schädel-Hirn-Trauma leiden, hat die neuropsychologische Station ein besonderes Expertiseverfahren entwickelt: So wird analysiert, wie Verhaltensstörungen gehandhabt und gelindert werden können, wie sich die exekutiven Funktionen präsentieren und welche Auswirkungen dies auf die familiäre und berufliche Situation hat.

In der CRR werden folgende Tätigkeitsbereiche abgedeckt:

  • breite Spitaltätigkeit (Schädel-Hirn-Traumas, Schlaganfall, Tumorerkrankungen ...), die sich primär an die stationären Patientinnen und Patienten der CRR richtet, aber auch für die Abteilungen des Spitals Wallis (Neurologie, Neurochirurgie, Innere Medizin) und für andere benachbarte medizinische Einrichtungen zugänglich ist;
  • Mitarbeit an pluridisziplinären Gutachten im Rahmen der ambulanten Dienstleistungen der CRR;
  • ambulante Sprechstunde, in der auf die Anliegen von Ärzten oder Versicherungen eingegangen wird (Fragen zu Erkrankungen wie Demenz, multiple Sklerose, Alkoholkrankheit usw.);
  • Organisation von wöchentlichen Journal Clubs und Kongressen;
  • Betreuung von Master- oder Doktorarbeiten, Entwicklung von innovativen Aktionen, Zusammenarbeit mit Forschungsteams.
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