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Die Rehabilitation

Funktionelle und medizinische Rehabilitation unterscheiden sich insofern von der Heilmedizin, als dass sich die Heilmedizin mit der Krankheit und deren Ursachen beschäftigt, während man sich bei der Rehabilitation um die Auswirkungen einer Erkrankung kümmert, also das Auftreten von Einschränkungen, Ausfallerscheinungen oder Behinderungen vermeiden will.

Um mit funktioneller Rehabilitation den grösstmöglichen Erfolg zu erzielen, sollte bereits in der Akutphase einer Krankheit mit der Reha begonnen werden. Ebenso müssen Rehabilitationsmassnahmen ergriffen werden, sobald sich Ausfallerscheinungen oder Einschränkungen ankündigen.

Wie aber definiert man Rehabilitation zeitgemäss im 21. Jahrhundert? Betrachtet man den medizinischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte, ist es beinahe logisch, dass auch in der Rehabilitation neue Wege beschritten werden.

Als absolut erstrangig stufen wir die Tatsache ein, dass Therapieprogramme individuell auf die Patienten zugeschnitten werden. Dabei werden der Patient und seine Familie aktiv in den Reha-Prozess miteinbezogen. Man informiert sie detailliert über die Ziele, die man mit der Reha erreichen will, und erklärt, mit welchen Mitteln auf diese Ziele hingearbeitet wird. Der Patient und seine Angehörigen geben ihre mündliche oder schriftliche Zustimmung zum vereinbarten Vorgehen und verpflichten sich, aktiv an den Behandlungen und Assessments teilzunehmen.

Nebst dem therapeutischen Aspekt gehört zunehmend auch die Einschätzung dazu, welche Tätigkeiten ein Patient nach einer Reha noch ausüben kann respektive können muss.

Damit dies gelingt, sind permanente Qualitätskontrollen unerlässlich. Zu diesen Kontrollen gehört das Analysieren und Quantifizieren von Ergebnissen mithilfe von interdisziplinären Beurteilungsrastern und Skalen zur Erfassung der Lebensqualität. Gleichzeitig stufen wir es als absolut notwendig ein, die Forschung im Bereich der Rehabiliation kontinuierlich voranzutreiben. Als Messinstrument dient uns die Akkreditierung, die wir als kontinuierliche Verbesserung unserer Dienstleistungen verstehen. Im Rahmen dieses Akkreditierungsprozesses versuchen wir einerseits, die Erwartungen des Patienten und seiner Angehörigen zu berücksichtigen und andererseits, uns als Einzelakteure, als Team und als Struktur selbst zu evaluieren.

Vor diesem Hintergrund ist Transparenz eine Conditio sine qua non.  Die Akkreditierungsstellen müssen deshalb nicht nur unabhängig, sondern auch gewillt sein, konstruktive Kritik anzubringen, anstatt nur Schwachpunkte aufzuspüren. Von diesem Standpunkt aus gesehen ist ihre Einstellung ebenso wichtig wie ihr Know-how. Die Akkreditierung unserer Institution ist ein kontinuierlicher Prozess, der immer wieder von Neuem beginnt.

Als logische Folge dieser neuen Ausrichtung der Rehabilitation ist die Entwicklung hin zur Berechnung von Fallkosten, was gleichermassen die Pflegeabteilungen wie die Verwaltung betrifft und die Finanzierung nach Fallgruppe mit sich bringt.

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