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Walliser Zentrum für das Diabetische Fusssyndrom

Diabetes ist ein grosses Problem der öffentlichen Gesundheit – insbesondere in den Industrieländern. Während sich die meisten Patient*innen vor Komplikationen im Bereich Herz, Nieren oder Augen fürchten und diese kennen, wissen nur wenige, dass die grösste Bedrohung von nicht heilenden Wunden am Fuss stammt (im Fachjargon Malum perforans pedis genannt). Diese schwerwiegende Komplikation kann zu Folgeerkrankungen wie der diabetischen Neuropathie oder der chronischen arteriellen Verschlusskrankheit der Extremitäten führen.

Bei Diabetiker*innen dürfen auch kleine, durch banale Verletzungen verursachte Wunden nicht vernachlässigt werden. Diese können nämlich zu langen Spitalaufenthalten und gar zu einer Fuss- oder Beinamputation führen, wenn die Wunden nicht rechtzeitig behandelt werden.

Das Zentrum

Um den Patient*innen eine multidisziplinäre, rasche und angemessene Betreuung zu bieten, haben die Clinique romande de réadaptation, das Spitalzentrum des französischsprachigen Wallis (CHVR) und das Zentralinstitut der Spitäler ihr Wissen gebündelt. An der Zusammenarbeit beteiligen sich verschiedene Spezialist*innen im Bereich der Diabetologie, der Wundversorgung, der Infektiologie, der Angiologie, der Gefässchirurgie oder der Orthopädie, aber auch ein Orthopädieschuhmacher.

Die Konsultation 

Die am Zentrum angebotene Konsultation richtet sich an Patient*innen mit einer erstmalig auftretenden oder trotz entsprechender Behandlung chronischer schlecht heilenden Wunde. Die Konsultation wird an zwei Donnerstagen im Monat im Spital Sitten angeboten: 

  • Am Morgen wird fallspezifisch eine Bilanz zur Diabeteserkrankung erstellt.
  • Am Nachmittag findet zwischen 14:00 und 17:00 Uhr dann die eigentliche transdisziplinäre Konsultation statt. Nach einer radiologischen und angiologischen Bilanz führt der Patient ein Gespräch mit allen Spezialisten. Sobald sich die Spezialisten auf eine Behandlungsform geeinigt haben, wird die Wunde erstmalig versorgt, wobei der Patient die geeignete Therapie vorgeschlagen bekommt. 
 
 Zum Ende der Fachkonsultation und je nach gestellter Diagnose wird der Patient für die weitere Behandlung an den zuständigen Spezialisten verwiesen.

Kontakt und praktische Informationen

Die Eröffnung des Walliser Zentrums für das Diabetische Fusssyndrom ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen der Clinique romande de réadaptation, dem Zentralinstitut der Walliser Spitäler und dem Spital Sitten. Die drei benachbarten Institutionen setzen ihre Ressourcen und ihr Know-how gemeinsam in den Dienst der Patient*innen.

Medizinische Abklärungen und Behandlungen

 

Spital Sitten
Pluridisziplinäre Abklärung
Etage C 




Öffnungszeiten und Terminvereinbarung
2 Donnerstage im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr
+41 (0)27 603 44 92 
chvr.pieddiabetique@hopitalvs.ch 
 
Verantwortliche
Dr. Claire Stanchina
Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Mitglied der FMH
 

Wundmanagement und orthopädische Anpassungen

 

Clinique romande de réadaptation 
Ambulante Abteilung und orthopädietechnische Werkstatt
 



 
Terminvereinbarung
Wundversorgung: +41 (0)27 603 20 50/51 
Orthopädische Anpassung: +41 (0)27 603 30 50/51 
 
Verantwortliche
Dr. Maria Iakova 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, Mitglied der FMH
Philippe Kaesermann 
Eidg. dipl. Orthopädieschuhmacher
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